Methylsulfonylmethan kurz MSM

Methylsulfonylmethan ist ein Nährstoff, der aufgrund seiner Wirkung populär wurde. Die Schwefelform soll zahllose positive Effekte auf die Gesundheit haben. Dieser Artikel verrät, was der Nährstoff wirklich kann.

Was ist Methylsulfonylmethan?

Methylsulfonylmethan wird mit „MSM“ abgekürzt. Dimethylsulfon ist eine andere Bezeichnung für Methylsulfonylmethan. Bei dem Stoff handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung, die in tierischen und pflanzlichen Organismen vorkommt. Sie wird über die Ernährung aufgenommen. Natürliche Quellen für MSM sind beispielsweise Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Sauerkraut. Im Alltag fällt die Schwefelverbindung nicht auf, denn sie ist farb-, geruch- und geschmacklos.

Das Nichtmetall MSM unterscheidet sich von anderen Schwefelverbindungen, da es über eine hohe Bioverfügbarkeit verfügt. Die Bioverfügbarkeit gibt an, ob und wie gut ein Nährstoff von den Verdauungsorganen aufgespalten und resorbiert werden kann. MSM wird aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit gut von den Darmschleimhautzellen aufgenommen und gelangt dadurch schnell in den Blutkreislauf.

Methylsulfonylmethan kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Deswegen ist es wichtig, dass der Mensch genug MSM über die Nahrung zu sich nimmt, um Mangelerscheinungen zu verhindern. Werden Nahrungsmittel stark verarbeitet, kann der Nährstoff zerstört werden.

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Der Nährstoff Methylsulfonylmethan

Produkte, die Methylsulfonylmethan enthalten, sind Nahrungsergänzungsmittel und keine offiziellen Arzneimittel. Der Stoff ist demnach kein Wirkstoff, sondern ein Nährstoff. Die größte amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde (FDA) hat Methylsulfonylmethan untersucht und hält einen Konsum von bis zu 4,8 g pro Tag für ungefährlich. In Deutschland sind Nahrungsergänzungsmittel mit Methylsulfonylmethan ebenfalls zugelassen. Eine Produktbewertung des Bundesinstitutes für Risikobewertung hält eine Dosierung von 50 mg pro Tag für unbedenklich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat bisher keine Verzehrempfehlung veröffentlicht.

Welche Aufgaben hat MSM im Organismus?

Schwefel ist ein wichtiger Mineralstoff der Stoffwechselprozesse reguliert und die Entgiftung des Körpers unterstützt. Schwefel ist zudem ein wichtiger Bestandteil von Aminosäuren und Proteinen. Ohne Schwefel kann der Körper keine lebenswichtigen Enzyme und Hormone bilden. Der menschliche Körper besteht zu 0,2 Prozent aus Schwefel.

Fehlt dem Körper Schwefel, kann die Aminosäure Methionin nicht gebildet werden. Methionin ist wiederum an der Bildung anderer wichtiger Hormone und Proteine wie L-Carnitin (Energiestoffwechsel), Adrenalin (Stresshormon) oder Melatonin (Schlafhormon) beteiligt. Zu den zahlreichen Aufgaben von Methionin zählt die Funktion als Antioxidans. Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress und freien Radikalen. Methionin ist nur eine der vielen Aminosäure, die Schwefel benötigen.

Weitere Funktionen von Methylsulfonylmethan sind:

MSM stärkt Nägel, Haut und Haare, da es ein wichtiger Bestandteil von Keratin und Kollagen ist

MSM beugt Muskelschäden vor und schützt vor Muskelschmerzen, indem es entzündliche Reaktionen (Muskelkater) dämpft

MSM unterstützt das Entgiftungssystem des Körpers, da Schwefel ein Bestandteil vieler Entgiftungsenzyme ist

MSM schützt das Darmmilieu und verbessert dadurch die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen

MSM lindert die Symptome verschiedener Hautkrankheiten (Ichthyose, Rosazea) und hat einen positiven Effekt auf das Hautbild

MSM gegen Arthrose und Gelenkbeschwerden

Eine Studie von 2006 des „Southwest College Research Institutes“ führte eine Studie mit 50 Frauen und Männern durch. Die Teilnehmer litten an einer schmerzhaften Arthrose des Kniegelenks. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt zweimal täglich 3 g MSM und die zweite Gruppe erhielt ein Placebo. Der Zeitraum betrug 12 Wochen. Anschließend mussten die Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen, um den WOMAC-Score festzustellen. Das ist ein Index, der 1982 entwickelt wurde, um die Auswirkungen einer Arthritis festzustellen. Bei der Auswertung der Fragebögen konnten die Forscher keinen Effekt auf die Steifigkeit der Gelenke feststellen. Die Teilnehmer, die 6 g MSM pro Tag erhielten, hatten allerdings weniger Schmerzen als die Kontrollgruppe. Mit einem weiteren Fragebogen (SF-36) wurde die gesundheitliche Lebensqualität der Gruppen verglichen. Dabei schnitt die MSM-Gruppe signifikant besser ab als die Placebo-Gruppe. Es konnte ein positiver Effekt auf die physische Funktion der Kniegelenke festgestellt werden.

Weitere Studien unterstützen die Annahme, dass MSM einen positiven Effekt auf Arthrose und andere Gelenkerkrankungen hat. Einen Grund dafür sehen Forscher in der funktionellen Aufgabe von Schwefel. Schwefel ist ein Bestandteil von Gelenkschmiere, die immer wieder erneuert werden muss. Zudem ist Schwefel ein Bestandteil der Innenschicht der Gelenkkapseln, die ebenfalls ständig repariert werden muss. Fehlt dem Organismus Schwefel, können die Gelenkkapseln nicht repariert werden. Bei Arthrose wird der Knorpel der Gelenke abgebaut. Diesem Prozess kann Methylsulfonylmethan entgegenwirken.