Knorpelschaden und die Sportunfälle die dazu führen

Knorpelschäden in den Gelenken

Chondropathie oder Knorpelschaden ist der Oberbegriff für pathologische, also krankhafte Veränderungen des Gelenksknorpels. Diese Veränderungen können entzündlich, degenerativ oder (post-)traumatisch bedingt sein. Die Beschädigung des Knorpels gehört zu den häufigsten Krankheiten im Sport. Ganz besonders häufig: die Beschädigung vom Knorpel im Knie (Knieschmerzen), so beispielsweise infolge einer Patella Luxation. Weltweit leiden Millionen Menschen unter Knorpeldefekten in den Gelenken, deren Ursachen vielfältig und unvorhersehbar sind. Dies führt zu einer Vielzahl von Schmerzen und anderen Beschwerden. Es gibt den oberflächlichen (partiellen) Schaden, den tiefen (kompletten) Schaden und den osteochondralen Schaden, der bis in die Struktur des Knochens hineinreicht. Im Folgenden sollen Knorpelschaden, Knorpelprobleme und Knorpelverschleiß beschrieben werden, um anschließend darauf hinzuweisen, was dagegen getan werden kann – Knorpel-OP und entzündungshemmende Kur durch Knorpelaufbaumittel mit Glucosamin und Chondroitin .

Ursachen und Entstehung von Knorpelschäden

Die Gelenke von Sportlern sind nicht selten großen, intensiven Belastungen ausgesetzt. Gerade Sportarten, die viele und schnelle Bewegungen und Richtungswechsel erforderlich machen – so beispielsweise Fußball oder Badminton – belasten Knie und Knorpel des Sportlers beinahe permanent. Der Knorpel im Knie bedeckt die Oberfläche des Schienbeins und Oberschenkels sowie die Rückseite der Kniescheibe. Seine Dicke beläuft sich auf zwei bis acht Millimeter. Knorpel ist ein festes und glattes, doch elastisches Gewebe, das die Abschnitte der Knochen überzieht, die sich gegenüberliegen. Weil das Knorpelgewebe über keine eigene Blutversorgung verfügt, wird es über Knochen und Gelenkflüssigkeit versorgt. Diese Tatsache verdeutlicht die Problematik, dass er, einmal angegriffen oder beschädigt, kaum fähig ist, sich selbst zu regenerieren. Problematisch, denn das Gewebe des Knorpels wird mit der Gelenkflüssigkeit als Gleitschicht für einen problem- und reibungslosen Bewegungsablauf benötigt. Der Gelenkknorpel funktioniert wie ein Stoßdämpfer: Er federt Stöße und Erschütterungen ab, um auf diese Art und Weise zu verhindern, dass die Knochen des Sportlers direkt aufeinanderprallen. Solange er unbeschädigt bleibt, funktioniert dies optimal – allerdings bleibt er das leider nicht immer. So können Fehl- und Überlastungen – so beispielsweise im Rahmen von Unfällen – Mikrotraumen und Knorpelschäden hervorrufen. Auch eine kontinuierlich falsche Belastung der Gelenke, so beispielsweise in Knie oder Hüfte, kann die Beschädigung des Knorpels mit sich bringen. Ebenfalls ursächlich sind außerdem Prellungen, Luxationen beziehungsweise Verrenkungen (Patella Luxation!) oder Distorsionen beziehungsweise Verstauchungen. Die Folge ist eine akute oder chronische Instabilität. Aber auch Menschen mit Übergewicht oder Fehlhaltungen wie O- oder X-Beinen tragen ein erhöhtes Risiko der Entstehung von Knorpelschäden. Auch mit dem Fortschreiten des Alters nimmt die Schichtdicke der Gelenkknorpel langsam, doch stetig ab. Eine chronische Instabilität des Knorpels entsteht nicht selten aus unbehandelten Kreuzbandrissen. Ebenfalls besonders belastend: ein symptomatischer, nicht behandelter Meniskusriss.

Knorpelaufbau im Knie

Ausprägung und Klassifikation

Ein Schaden des Gelenkknorpels kann, muss jedoch nicht unbedingt schmerzhaft sein. So oder so kann er verheerende und unwiederbringliche Auswirkungen auf den Körper haben. Es ist bereits vorgekommen, dass Fußballprofis wie Carsten Bäron oder Willy Sagnol ihre Karriere wegen eines Knieschadens frühzeitig beenden mussten. Grundsätzlich kann der Knorpelschaden in mehrere, unterschiedliche Stadien eingeteilt werden. Eine der gängigsten Klassifikationen ist die Einteilung von Knorpelschäden in vier verschiedene Grade: Grad I, die Erweichung und Verfärbung des Knorpels; Grad II, die Entstehung von Rissen im Knorpel; Grad III, die Entstehung von Defekten bis zum Knochen; und Grad IV, die Freilegung des Knochens. Belastungsbeschwerden machen sich ab einem Schaden von Grad III oder IV bemerkbar. Entscheidend hierfür: die Lage des Knorpelschadens im Gelenk beziehungsweise Knie. Sofern sich dieser im Bereich der Hauptbelastungszone befindet, sind Schmerzen, so beispielsweise Knieschmerzen, vorprogrammiert. Bei einer Lage in weniger belasteten Regionen muss er sich dagegen nicht unbedingt durch Schmerzen beziehungsweise Beschwerden bemerkbar machen. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die Ausdehnung des Knorpelschadens.

Folgen und Auswirkungenbei einem Knorpelschaden im Knie

Weil der Knorpel frei von Nerven und Blutgefäßen ist, müssen Schäden nicht immer mit Schmerzen einhergehen. Erreicht der Schaden beziehungsweise Knorpeldefekt schließlich den subchondralen Knochen, beginnt die Blutversorgung im Knochen die Bildung von Narbengewebe. Dennoch zeigen Knorpelschäden grundsätzlich eine ausgesprochen geringe Fähigkeit zur Selbstheilung. So können kleine Defekte an Gelenkknorpeln mit der Zeit einen chemischen und physikalischen “Dominoeffekt” auf den umgebenden gesunden Knorpel haben, wenn sie nicht behandelt werden. Die Entwicklung von Knorpelschäden gestaltet sich unterschiedlich. Für gewöhnlich reagiert das Gelenk mit Ergüssen beziehungsweise Flüssigkeitseinlagerungen, die dieses anschwellen lassen. Im Falle eines eingeklemmten, abgesprengten Knorpelstücks führt dies zu weiteren Knorpelschäden und schmerzhaften Bewegungseinschränkungen – vor allem, wenn es sich um eine akute Ausprägung des Knorpelschadens handelt. Chronische Verschleißerscheinungen gehen üblicherweise mit einer Gelenkinstabilität und Gelenkspaltverschmälerung einher, die der Körper durch Knochenanbauten zu ersetzen versucht. Diese können die Funktion des echten Knorpels jedoch nicht ersetzen. Nicht selten reibt an diesen Stellen Knochen auf Knochen. Die Folge: Schmerzen und Arthrose.

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Patellaluxationen pro Jahr
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Kreuzbandrisse pro Jahr
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Meniskusrisse pro Jahr

Diagnose und Erkennung

Das (Haupt-)Problem der Chondropathie beziehungsweise des Knorpelschadens: Einmal kaputt, regeneriert er sich nicht mehr oder zumindest kaum noch von alleine. Im Gegenteil: Nicht selten wird er tendenziell immer schlimmer und schmerzhafter. Da Schmerzen im Gelenk sich erst dann bemerkbar machen, wenn der Knorpel bereits Schaden genommen hat, stellen Diagnose und Behandlung Ärzte und Patienten nicht selten vor ungeahnte, nicht zu unterschätzende Schwierigkeiten. Zur Diagnosefindung werden MRT, Arthroskopie sowie Röntgenaufnahmen verwendet. Besonders bedeutend sind Lage und Größe des Defekts. Defekte mit einer Größe von weniger als zwei Zentimetern werden tendenziell als klein betrachtet. Das Ausmaß des Schmerzes korreliert für gewöhnlich nicht mit dem Ausmaß des Gelenkknorpelschadens. Um sich einen ersten Eindruck vom Zustand des Knorpels zu verschaffen, wird für gewöhnlich zunächst eine Röntgenaufnahme des Knies angefertigt. Größere Schädel im Gelenkknorpel lassen sich so schnell und unkompliziert erkennen. Die Röntgenaufnahme lässt über die Gelenkspaltbreite unter stehender Belastung erkennen, ob eine Knorpelverschmälerung vorliegt. Direkt sichtbar gemacht wird die Schicht des Knorpels bei einer Magnetresonanztomographie (MRT). Bestätigt diese den Verdacht auf eine Beschädigung des Knorpels, können verschiedene Verfahren im Rahmen einer Arthroskopie beziehungsweise Kniespiegelung durchgeführt werden. Auf diese Art und Weise kann der Operateur Lage und Größe des Knorpelschadens feststellen

Behandlung und Operation

Knieuntersuchung vor der Operation

Knorpelschäden des ersten oder zweiten Grades bereiten in der Regel nur selten Probleme. Sie müssen nicht speziell behandelt werden. Ragen Knorpelstücke in das Gelenk, können diese mittels eines Werkzeugs wie einer Fräse geglättet werden. Auf diese Art und Wiese wird ein Fortschreiten des Schadens verlangsamt. Problematischer gestaltet sich die Behandlung eines Knorpelschadens der dritten oder vierten Kategorie. So können starke und andauernde Schmerzen für gewöhnlich nur über eine Operation in den Griff bekommen werden (-> Knorpel OP). Außerdem können sich bei tiefen Knorpelschäden die Selbstheilungskräfte des Körpers zunutze gemacht werden. So kann der freiliegende Knochen beispielsweise mit verschiedenen Instrumenten angebohrt werden. Das austretende Blut bildet einen Blutpropf. Dieser wandelt sich früher oder später um in ein faseriges Knorpelersatzgewebe. Dieses ist zwar weniger widerstandsfähig, lindert jedoch dennoch häufig die Schmerzen beziehungsweise Beschwerden. Das Verfahren nennt sich Mikrofrakturierung. Alternativ können Knochenknorpelzylinder entnommen und im Bereich des Schadens wieder eingesetzt werden. Der Nachteil dieses als OATS bezeichneten Verfahrens: Aufgrund der Verwendung körpereigenen Materials ist es nur bedingt verfügbar. Aufgrund dessen gibt es mittlerweile auch künstlich hergestellte Knorpelzylinder, so beispielsweise Trufit. Diese können bei Vorliegen eines kleinen Defekts eingesetzt werden. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der gesunde Knorpel des Patienten nicht beschädigt werden muss. Besonders aufwendig und kostenintensiv sind Verfahren, bei denen körpereigene Knorpelzellen entnommen und herangezüchtet werden. Das so herangezüchtete, künstliche Knorpelvlies kann in einem zweiten Eingriff auf die Schädigung im Gelenk angebracht werden. Bei der Auswahl des Heilungsverfahrens empfiehlt es sich, die Ansprüche und Beschwerden des Patienten zu berücksichtigen. Therapiert und vor allem operiert werden muss ein Schaden des Knorpels nur dann, wenn er reale Beschwerden bereitet.

Vorbeugung, Vermeidung und Knorpelaufbau

Verhindert werden kann die Entstehung eines Knorpelschadens kaum. Durch Verschleiß nutzen sich die Gelenkknorpel des Menschen im Laufe der Jahre immer etwas ab. Allerdings kann versucht werden, den Verschleiß der Knorpel zu verlangsamen – so beispielsweise durch eine angemessene Belastung des Knorpels durch Sport. Denn: Knorpel brauchen Druck und Bewegung. Wird der Knorpel durch den Wechsel von Be- und Entlastung optimal gefordert, kann der Entstehung von Knorpelschäden vorgebeugt werden. Auch kann versucht werden, die Belastung auf das Knie möglichst gering zu halten. Ein wichtiger und daher nicht zu unterschätzender Faktor ist das Körpergewicht. Denn: Mit jedem überflüssigen Kilo müssen auch die Knie beziehungsweise Gelenke und Knorpel mehr Belastung aushalten. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die ausreichende Stabilisierung des Kniegelenks über eine kräftige und gut gedehnte Beinmuskulatur. Diese entlastet die Gelenke, indem sie den Druck vom Knorpel nimmt. Ein hochwertiges, angepasstes Krafttraining ist und bleibt Teil der Therapie. Außerdem Erleichterung bringen können Nahrungsergänzungsmittel, so beispielsweise Vitamine, Glucosamine, Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren. Insbesondere Glucosamin, Chondroitin und Collagen-Hydrolysat tragen zur Beweglichkeit und Belastbarkeit der Gelenke bei. Sie dienen der Reparatur und dem Wiederaufbau der Knorpel in Gelenken und Wirbelsäule. Glucosamin verbessert die Viskosität der Gelenkflüssigkeit – die “Gelenkschmiere”. Außerdem stimuliert es Prozesse, die einer Verengung des Gelenkspalts entgegenwirken. Glucosaminsulfat hat analgetische und entzündungshemmende Eigenschaften. Chondroitin überzeugt mit seiner hohen Wasserbindungsfähigkeit. Auf diese Art und Weise werden Funktion und Elastizität des Gelenkknorpels aufrechterhalten. Auch dient die Wasserbindungsfähigkeit der Ernährung der Chondrozyten im Knorpelgewebe. Collagen-Hydrolysat ist ein Eiweiß, das Aminosäuren für den Knorpelaufbau liefert. Es trägt zur Festigung und Erneuerung der Collagenstrukturen des Knorpelgewebes bei. Studien bestätigen die schmerzlindernde Wirkung von Collagen-Hydrolysat. Entscheidet man sich für die Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln, sollte man unbedingt einen Arzt beziehungsweise Mediziner befragen. Letztendlich gilt es, zum Arzt beziehungsweise Orthopäden zu gehen, sobald Schmerzen im Knie/Gelenk vorliegen. So kann der langfristigen und unwiederbringlichen Schädigung des Knorpels schnell und effektiv entgegengewirkt werden.

Nahrungsergänzungsmittel für Knorpelaufbau mit Glucosaminsulfat und Chondroitin

Zugegebenermaßen muss man als Leidtragender mit einem bestehenden Knorpelschaden die oben erwähnten Methoden, wie muskelaufbau, Knorpelentlastung und ein Annahme von Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert werden. Der Muskelaufbau kann durch eine geeignete Reha angekurbelt werden. Auch pasende Fitnessstudios – z. B. mit Schwerpunkt auf Rehabilitation können den Muskelaufbau fördern. Selbstständiges Training würden wir nur erfahrenen Sportlern raten, denn eine falsche Belastung kann sehr schnell wie Gift auf ihren geschundenen Knorpel wirken.

Neben Krafttraining und Muskelaufbau können Sie den Knorpelaufbau mit Glucosamin und Chondroitinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln fördern. Wir möchten Sie aber darauf hinweisen, dass es bereits Studien Studien mit Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat gibt, welche bewiesen haben, dass sowohl Glucosamin als auch Chondroitin bei Menschen und Tieren wirksam sind.

Glucosamin kann Entzüngungen hemmen, lindert aber keine Schmerzen. Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosaminsulfat sind also keine Schmerzmittel, sondern bekämpfen die Ursachen.

Glucosaminsulfat Nahrungsergänzungsmittel sind nicht für Veganer geeignet.

Was Sie beim Knorpelaufbau mit Glucosamin beachten sollten

Viele Therapeuten raten zur Einnahme dieser Nahrungsergänzungsmittel auch während der Rehaphase – z. B. nach einer Knie-OP. Der Autor dieses Textes hat diese Knorpelaufbaumittel nach einem Sport Unfall und der Patella Luxation selbst eingenommen und nimmt Glucosamin gegen die vorzeitige Arthrose bis heute ein.

Doch vor allem sollten Sie folgendes bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Glucosamin beachten:

  • die empfohlene tägliche Verzehrmenge in Portionen des Erzeugnisses sollten Sie beachten und nicht überschreiten

  • Nahrungsergänzungsmittel gelten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung

  • Alle von uns vorgestellten Produkte sind außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern zu lagern sind.

Sie müssen aber unbedingt die Dosierung beachten und ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen, welche Dosis er für Sie für richtig hält. Die auf der Verpackung angegebene Dosierung kann von Mittel zu Mittel sich unterschieden und hängt vor allem von ihrer Diagnose und dem Stadium der Arthrose ab. Ein aktiver Sportler braucht einfach andere Mengen zur Vorbeugung als ein Patient nach einem Sportunfall, aufgrund eines aktiven Knorpeltraumas. Auch ältere Menschen können durchaus kleinere Dosierungen gebrauchen, als aktive Sportler.

Weiterhin Sollten Sie beachten, dass die Dauer der Einnahme variieren kann. Sie sollten sich die anderen Erfahrungsberichte im Internet durchlesen und sich darauf einstellen, dass eine Besserung des Knorpels nicht in ein paar Wochen zu erreichen ist, sondern je nach Schweregrad in eine sehr lange Einnahmezeit münden kann.

Meinungen & Interviews